Bilder bearbeiten – kostenloses Programm

Google hat eine neue Version der Fotomanagement-Software Picasa veröffentlicht. Das Programm soll laut Lars Perkins, Leiter der Produktmanagment Abteilung von Google

…den Benutzern helfen, ihre Fotos zu finden, zu verwalten, zu verbessern und zu optimieren, sowie Foto-CDs, personalisierte Slideshows, Desktop-Collagen und vieles mehr zu erstellen.

Neu an Picasa ist vor allem, dass das Programm inzwischen Deutsch spricht. Google hatte vor knapp einem Jahr das Unternehmen Picasa übernommen und stellt das Programm nun kostenlos zur Verfügung (früherer Verkauspreis 30 Euro).

Ein Erfahrungsbericht:

Das 4 MB kleine Programm ist schnell heruntergeladen und einfach zu installieren. Bevor sich das Programm öffnen lässt will es allerdings erst mal nach Hause telefonieren- Updates checken.
Ganz nach Goolge-Manier präsentiert sich das Programm sauber und übersichtlich. Das Styling erinnert ein wenig an Apple. Zunächst sucht das Programm einmal alle Bilder die sich auf der Festplatte befinden. Im Gegensatz zu anderen Fotomanagern kennt Picasa keine hierarchische Ordnerstruktur, sondern präsentiert Bilder automatisch und neu geordnet in chronologischen Ordnern. Ordner die keine Bilder enthalten werden gar nicht erst angezeigt. Hier taucht das erste Problem auf: Picasa scheint die Sortierreihenfolge aus der EXIF der Bilder zu ziehen. Fotos die beispielsweise aus dem Internet gedownloadet wurden, werden also nicht unbedingt als aktuelle Bilder erkannt. In meinem Fall bedeutet dies, dass neue Bilder unter dem Jahr 2002 abgelegt wurden. Desweiteren werden User die ihre Bilder bereits in hierarchischen Ordnern sortiert haben abgestraft indem eine neue Ordnerstruktur geschaffen wird.

Bilder betrachten läuft schnell und reibungslos, eine komplette Bildschirmansicht gibt es allerdings nicht- immer stören die Seitenleisten, sodass Fotos immer auf die Hälfte des Bildschirms gestaucht sind. Die Diaschau zeigt zwar Bilder in 100% -Ansicht, vergrößert jedoch kleine Bilder- unansehlich wenn es sich nur um kleine Bilder handelt. Die Bildbearbeitungstools arbeiten schnell und gut. Manko: die Änderungen werden zunächst nur in Picasa gespeichert. Wer die Änderungen dauerhaft speichern will muss das Bild erst exportieren.

Gmail- und Bloggernutzer freuen sich über Picasa, da sie ihre Bilder direkt aus Picasa senden bzw. posten können. Auch Abzüge sind schnell bestellt, zwischen ganzen zwei Anbietern hat der User derzeit die Auswahl (Pixum und Fastlab).

Die Einstellungsmöglichkeiten sind schnell erschöpft, bei Google hat man versucht das Programm möglichst simpel zu halten. Manchem mag das sehr angenehm sein, andere ärgern sich darüber, dass noch nicht mal einfachste Funktionen wie Bilder in einen anderen Ordner zu kopieren möglich sind. Ärgern werden sich auch Firefox Benutzer darüber, dass Microsofts Internet Explorer installiert sein muss, damit Picasa ausgeführt werden kann.

crappy shit, wieder mal ein Programm das quasi nur über den Browser gestülpt wird…

ärgert sich ein User im Heiseforum.

Insgesamt ist Picasa ein Programm das sich also (wenn überhaupt) für Einsteiger eignet. User die es gewohnt sind mit den Klassikern ACDSee oder Irfanview zu arbeiten haben keine Gründe auf Picasa umzusteigen. Ich persönlich habe das Programm nach einer kurzen Testphase wieder deinstalliert.

2 Kommentare
boxter911 14.01.2008

hallo , ich habe mein auto fotografiert um das bild bei ebay einzustellen.
das bild ist jetzt bei picasa drin.nun möchte ich den bereich des nummernschilds mit eigenem text versehen bzw.unkenntlich machen.
kann mir jemand helfen ?

Tim / FOTOGRAFIE - Blog 14.01.2008

Einfache Möglichkeit: bei http://fotoflexer.com hochladen, bearbeiten mit “Draw” -> einfach einen Balken über das Kennzeichen malen.

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