Agfa ist pleite

Die Übernahme von Agfa durch die britische Photo Me Gruppe ist endgültig gescheitert.
Gläubigerausschuss und Geschäftsführung haben den Vertragsentwurf heute intensiv diskutiert und hätten viele Zugeständnisse gemacht, um die große Lösung für die AgfaPhoto GmbH zu realisieren. Der vorliegende Vertragsentwurf enthielt allerdings zu viele Unzumutbarkeiten
sagte Dr. Andreas Ringstmeier, Sachverwalter der AgfaPhoto GmbH.
Heute teilte der Pressesprecher des Unternehmens mit, dass die 1.100 Beschäftigten in eine Auffanggesellschaft wechseln werden.
Zum 1. November, 1. Dezember und 1. Januar wechseln jeweils etwa 300 Mitarbeiter in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Parallel versuchen wir, Teilbereiche des Unternehmens inklusive der Arbeitsplätze einzeln zu verkaufen.
Ein kleiner Teil der Belegschaft wird auch nach Jahresende weiterarbeiten um die Abwickung des Leverkusener Unternehmens zu organisieren. Die Produktion wird allerdings nur noch solange weiterlaufen, bis die Rohstoffe verbraucht sind.

- Beliebt bei Fotografen: Agfa Vista
Mit Agfa würde eines der bekanntesten deutschen Fotounternehmen verschwinden. Zwei Chemiker gründeten 1867 bei Berlin das Unternehmen, dass sie Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikationen nennen. Mit Agfacolor-Neu, dem bahnbrechenden Verfahren der Farbfotografie auf der Grundlage subtraktiver Farbmischung, bringt Agfa 1936 den ersten modernen Farbfilm der Welt auf den Markt. Das erste Fotopapier produziert das Traditionsunternehmen 1942.
