China
Yu Yuan Garten in Shanghai
Basis-Informationen über China
China ist das bevölkerungsreichstes Land und flächenmäßig das drittgrößte Land der Welt. und nach Russland und Kanada drittgrößtes Land der Erde. China liegt in Ostasien und grenzt an Russland, Nordkorea, Vietnam, Indien, Pakistan sowie Afghanistan.
Hauptstadt Chinas ist Peking, das Finanzzentrum ist Shanghai, die Stadt mit den meisten Einwohnern ist Chongching mit mehr als 30 Millionen Einwohnern. Chinesen stellen mehr als ein Fünftel der Bevölkerung der Welt – 1,3 Milliarden Menschen. China wird aufgrund seiner lang zurückreichenden Kultur als „Wiege der Zivilisation“ bezeichnet, noch heute zeugen viele Bauten und Relikte von den Fähigkeiten der chinesischen Hochkultur.
Mönch
Der chinesische Name für China „Zhonghua“ bedeutet übersetzt „Reich der Mitte“ – und tatsächlich glauben viele Chinesen, dass ihr Land das politische Zentrum der Welt ist. Über 90 Prozent der Chinesen sind Han-Chinesen, also mongolischer Abstammung. Das Gros der Chinesen unterscheidet sich daher nicht durch ihre Herkunft, sondern durch die verschiedenen Dialekte. Allerdings gehören knapp 100 Millionen der Chinesen eine der über 50 Minderheiten an. Die wichtigsten Minderheiten sind die Thais, Huis, Gansu und Qinghai.
Tai Chi, Schattenboxen
Die Verteilung der Bevölkerung ist sehr ungleich: die Mehrheit lebt in Provinzen im Osten. Die Politik versucht gezielt Menschen in weniger besiedelten Gebieten anzusiedeln und greift aktiv in die Bevölkerungspolitik ein. Obwohl heute bereits mehrere Megastädte in China existieren, leben immer noch mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Zudem besteht in China keine Freiheit zur Wahl des Wohnortes – rechtlich gesehen darf ein Chinese nicht ohne Erlaubnis der Regierung an einen anderen Ort ziehen.
Chinese in einem Park
Religion in China
Buddhistischer Tempel in China
Die Kommunistische Regierung unter Mao verbot in den 1950er Jahren jegliche Ausübung von Religion. Anhänger des Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus aber auch der Islam und das Christentum wurden verfolgt, ihre Tempel und Kirchen zerstört. Die Religion als solche wurde in den Untergrund verbannt. Erst seit ca. 20 Jahren wird das Religionsverbot sukzessive aufgehoben; heute erleben die Religionen eine Renaissance, Kultstädten und Tempel werden aufwändig renoviert und wieder in Betrieb genommen.
Tourismus in China
Anfang der 1970er Jahre wurden die stark reglementierten Reisegesetze gelockert, Ende der siebziger Jahre begann die chinesische Regierung Tourismus und Fremdenverkehr aktiv zu fördern. Dies beinhaltete auch den Bau von Hotels und Restaurants, den Ausbau von Flughäfen, Ausbildung für Fachpersonal sowie Lockerungen für die Erteilung von Visas.
Chinesische Bilder
Sehenswürdigkeiten in China
Die Terrakotta Armee – Das achte Weltwunder
Eine Wache vor der Terrakotta Armee
Die Tonarmee findet sich in der Stadt Xian (wird ausgesprochen wie „Schi An“). Xian ist eine uralte Kaiserstadt, von hieraus wurde China regiert. Heute leben mehrere Millionen Menschen in der Stadt. Bekannt wurde die Stadt jedoch für die berühmte Terrakotta Armee. Im Jahr 1975 wurde diese faszinierende Kulturstätte (wieder-)entdeckt. Ein Bauer der nach einem Brunnen grub, stieß auf Tonscherben und brachte sie in das örtliche Museum. Die von Historikern Untersuchungen brachten jetzt sehr rasch das Zweitausend Jahre alte Weltwunder zu Tage.
Der 1. Chinesische Kaiser, Zheng von Qin (übersetzt etwa der Göttliche von Qin) bestimmte, dass ihm nach seinem Tod ein gigantisches Mausoleum errichtet werden sollte. Seine Untertanen gruben bis zu fünf Meter tiefe Versenkungen die mit Holzpfosten und Ziegelsteinen gesichert wurden. Diese Gruben wurden mit lebensecht wirkenden Tonfiguren gefüllt. Tausende und Abertausende Kämpferfiguren mit Waffen und Ausrüstung säumen die heute wieder freigelegten Grubengänge. Die Figuren stehen auf tönernen Platten, Füße und Körper sind auch aus massivem Ton modelliert. Jede einzelne Soldatenfigur ist dabei ein Unikat: Waffen, Zubehör, Gesicht, Körper, Arme und Beine sind bei jeder Person unterschiedlich modelliert. Neben einfachem Fussvolk, finden sich auch Generäle, Kavallerie und schwere Waffen.
Die Chinesische Mauer
Die Chinesische Mauer, Chinesische Mauer
Die Chinesische Mauer ist das größte Bauwerk auf der Welt. Mit einer Länge von 6.350 Kilometern, einem durchschnittlichen Durchmesser von sechs Meter, einer Höhe von vier bis 16 Metern zieht sie sich durch Täler, Gebirge und unwirtschaftliche chinesische Landschaften. Errichtet wurde die Mauer vom ersten Kaiser (ab 214 vor Christus) um China vor Angriffen der Tataren und Mongolen zu schützen. Diese fielen aus Ihren Reichen immer wieder nach China ein und plünderten und raubschatzten unbewehrte Dörfer und Städte.
Die riesige Mauer verläuft über die heutige Nord- und Ostgrenze Chinas. Tausende von Arbeitern, Bauern, Soldaten aber auch Gefangene wurden für den Bau eingesetzt. Insgesamt wurde fast 2000 Jahre an der Maueranlage gebaut. Der Hauptteil allerdings war bereits um 200 nach Christus fertiggestellt und knapp 5000 Kilometer lang. Trotz der Mauer schafften es die Mongolen um 1280 nach Christus in das Chinesische Reich einzudringen und herrschten dann fast hundert Jahre über das Reich der Mitte.
Die Mauer selbst ist folgendermassen aufgebaut: die Außenwände bestehen aus gemauerten Bruch- und Ziegelsteinen. Zwischen den Mauern finden sich verdichtete Erde, Steine, Bäume und Unrat. Die Krone der Mauer wurde mit drei bis vier Schichten aus Ziegelsteinen befestigt. Ein spezielles Abwassersystem sorgte dafür, dass Regenwasser und schmelzender Schnee schnell ablaufen konnte. Dies hatte den Vorteil, dass sich Reiter schnell auf der Mauer fortbewegen konnten. Zwischen den Schutzwällen aus Stein finden sich Wachtürme, die als Aussichtspunkt, Kommunikationsknoten, Behausung von Truppen und Lagerstätte für Munition dienten. Zur Übermittlung von Botschaften wurden von Wachturm zu Wachturm Signale per Licht oder Feuer gegeben – ein effektives und schnelles Warnsystem.
Heute besichtigen Touristen meist einen kleinen Abschnitt der Mauer der sich in Höhe von ei Badaling (ca 90 km von Beijing), da dieser Teilabschnitt wesentlich besser restauriert und erhalten ist als der Rest der Chinesischen Mauer.
Unweit von Guilin liegt die 240 Meter lange Schilfrohrflötenhöhle. Sie gilt als eine der schönsten und größten Höhlen, ihren Namen bekam sie von einer speziellen Sorte Schilfrohrs aus dem früher Flöten hergestellt wurden. Die U-förmige Höhle zieht sich etwa einen halben Kilometer durch den Berg, bunt beleuchtete Stalaktiten und Stalagmiten werfen Formen und Schatten an die Wände, die Tieren und Menschen ähneln. Höhepunkt der Höhle ist der Kristallpalast des Drachenkönigs sowie der unterirdische See.
Bund Shanghai
Der Bund ist direkt am Wusong gelegen und stellt eine Aneinanderreihung der verschiedensten Gebäude unterschiedlicher Stile und Zeiten dar – von der Kolonialzeit bis zur Mordern. Nachts sind die Fassaden der einzelnen Gebäude illuminiert. Der Bund ist eines der Wahrzeichen von Shanghai.
Shanghai
Nanjing Road, Shopping in Shanghai
Yu Yuan Garten (Shanghai)
Der ehemalige Privatgarten Yu Yuan liegt in der Altstadt Shanghais. Mit einer Größe von 2 Hektar ist die Parkanlage eine der wenigen grünen Erholungsorte Shanghais und lädt Touristen sowie Bewohner zu einer Rast ein. Neben verschiedenen Formen von Gärten findet sich ein größerer Teich sowie verschiedene Brücken und Häuser.
Volkskundemuseum Shanghai
Das Museum am Platz des Volkes beherbergt zahlreiche Artefakte der chinesischen Kultur und gilt weltweit als das beste Musum für chinesische Kunst und Geschichte. Mehr als 120000 Kunstgegenstände aus den unterschiedlichsten Dynastien bieten einen tiefen und umfassenden Einblick in die Geschichte Chinas.
Altstadt von Shanghai, Chinatown
Peking
Peking ist nicht nur die politische, sondern auch die kulturelle Hauptstadt Chinas. In der Innenstadt, unweit des Platz des Himmlischen Friedens liegt die Verbotene Stadt, die Gedächtnishalle für Mao Tse-Dong (Mausoleum) und wichtige Museen. Die bekannteste Sehenswürdigkeit, die Chinesische Mauer, liegt nur eine Autostunde von Peking entfernt. Auch der Tempel des Himmels, die Grabanlagen der Kaiser, und verschiedene Denkmäler der Ming-Dynastie befinden sich in der Nähe von Beijing.
Platz des Himmlischen Friedens in Peking (Beijing), Eingang zur Verbotenen Stadt.
Politik in China
Seit 1949 stellt die Kommunistische Partei die Regierung, ihr Ziel ist ein gänzlicher Herrschaftsanspruch über Wirtschaft und Gesellschaft. In den ersten Jahren der Regierung konzentrierten sich die Bemühungen der Partei auf die Eindämmung der Inflation, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und den wirtschaftlichen Aufschwung.
Chinese mit seinem Kind, Ein-Kind-Politik
Eine der ersten Maßnahmen war eine Landreform und Umverteilung der Besitztümer – ein Großteil der Bauernbevölkerung erhielt erstmals in der Geschichte Chinas eigenes Land. Kommunen und Wirtschaftsgenossenschaften entstanden, die Produktion von Lebensmitteln wurde staatlich geplant und gelenkt.
Zwar wurden Ertragsziele vorgegeben, jedoch erhielt jeder Bauer eine Art Mindestlohn, die sein Überleben garantieren sollte. Auch im produzierenden Gewerbe, der Industrie und im Dienstleistungssektor wurden Quoten vorgeben, die Wirtschaft zentral gelenkt und gesteuert.
Der Transrapid in Shanghai
Nach dem Tod Mao Tse-Dongs im Jahre 1976 wurde die Produktion langsam wieder dezentralisiert, Marktbeschränkungen abgebaut, der Markt öffnete sich, staatliche Betriebe wurden zumindest teilweise privatisiert. In den 1980er und 1990er Jahren begannen sich die Märkte zu erholen, das Wirtschaftwachstum stieg stark an. Der Warenumsatz in China wurde nicht mehr von einer zentralen Stelle gesteuert, sondern ist heute zu weiten Teilen den Kräften des Marktes überlassen.
Chinesisches Horoskop – Tierkreiszeichen – Chinesische Astrologie
Die Chinesen feiern Neujahr nicht wie der Rest der Welt am 31.12 bzw. 01. Januar, sondern in der ersten Neumondnacht zwischen Ende Januar und Mitte Februar. Jedes Mondjahr wird dabei einem von 12 Tieren gewidmet – jedem einzelnen Tier sind dabei wiederum verschiedene spezifische Eigenschaften und Charakterzüge zugeordnet.
Nach der chinesischen Astrologie finden sich also 12 Tierkreiszeichen: Pferd, Ratte, Büffel, Tiger, Drache, Hase, Schlange, Ziege, Affe, Schwein, Hahn und Hund.
Chinesische Dynastien – Chinesische Kaiser
Südliche Qi-Dynastie 479 -502
Liang 502 – 557
Chen 557 – 589
16 Königreiche 304 – 439
Nördliche Wei-Dynastie 386 – 535
Westliche Wei-Dynastie 535 – 557
Östliche Wei-Dynastie 534 – 549
Nördliche Qi-Dynastie 549 – 577
Nördliche Zhou-Dynastie 557 – 581
Sui-Dynastie 581 – 618
Tang-Dynastie 618 -906
Fünf Dynastien 907 -960
Liao-Dynastie 907 – 1125
Song-Dynastie 960 – 1279
Nördliche 960 – 1279
Südliche 1128 – 1279
Jin-Dynastie 1115 -1234
Yuan-Dynastie 1279 – 1368
Ming Dynastie 1368 – 1643
Hongwu 1368 – 1643
Yongle 1403 – 1424
Xuande 1426 – 1435
Chenghua 1465 – 1487
Hongzhi 1488 – 1505
Zhengde 1506 – 1521
Jianjing 1522 – 1566
Longqing 1567 – 1572
Wanli 1573 – 1619
Tianqi 1621 – 1627
Chongzhen 1628 – 1643
Qing-Dynastie 1644 – 1912
Shunzhi 1644 – 1661
Kangxi 1662 – 1722
Yongzheng 1723 – 1735
Qianglong 1736 – 1795
Jiaqing 1796 – 1820
Daoguang 1821 – 1850
Xianfeng 1851 – 1861
Tongzhi 1862 – 1874
Guangxu 1875 – 1908
Xuangtong 1909 – 1912
Hongxian (Yuang Shikai) 1916
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