Fotos bestellen für Weihnachten
Fotos ausbelichten – wie funktioniert das eigentlich?
Entwicklungsdienste von Bildern belichten digitale Bilder – meist im JPG-Format – auf Fotopapier aus. Der Betreiber von Entwicklungsdiensten ist entweder ein Dienstleister oder ein angeschlossenes Fotolabor. Besonders am Service ist, dass die Bilder online übermittelt werden können. 
Im Gegensatz zur Analogfotografie ist es bei der Digitalfotografie nicht mehr notwendig, einen Film (bzw. die Speicherkarte) zur Entwicklung und Ausbelichtung in ein Fotolabor zu übersenden. Die Übermittlung der Bilder geschieht entweder über:
• per FTP-Upload bei der sich der Kunde direkt auf den Server einwählt
• per Email
• per postalischer Übermittlung des Speichermediums
Digitalfotos bestellen
Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 200 Entwicklungsanbieter, allerdings ist eine Großzahl von ihnen lediglich ein Subunternehmer. Der Zugang zum Entwicklungsdienst geschieht häufig über die Einwahl auf die Homepage des Fotolabors. Meist muss hierzu eine Fotosoftware gedownloadet werden. Bei vielen Anbietern ist allerdings auch die Bestellung über eine Webformular möglich. Bei der Bestellung von Digitalbildern müssen auch die für andere Onlineshops vom Kunden die üblichen Angaben geleistet werden – von Lieferadresse bis zur Zahlweise.
Wird auf eine Bestellsoftware zurückgegriffen, dann kann der Kunde seinen Auftrag zusammenstellen und besitzt dabei die auch bei der Analog-Entwicklung geltenden Auswahlkriterien wie Format der Bilder, Material und die Möglichkeit einen Rahmen ausbelichten zu lassen. Viele Anbieter bieten weitere Services wie beispielweise den Druck auf Kaffeetassen, Mousepads oder T-Shirts.
Die Großzahl der Labors bietet den Kunden Optimierungsmöglichkeiten für die Ausbelichtung wie etwa Reduzierung des Rote-Augen-Effektes oder Farbkorrekturen.
Digitalfotos – ausdrucken oder doch lieber ausbelichten?
Seit Einzug der Digitalen Technik hat sich der Fotografiemarkt grundlegend geändert. Das wird insbesondere deutlich bei der Betrachtung der Kamera- und Filmverkäufe. In den 1990er Jahren wurden in der BRD jährlich knapp 4,0 Mio. Analogkameras verkauft. Ihr Absatz sank 2005 auf unter eine Million Stück. Dafür wurden mehr als sieben Millionen Digitalkameras im Handel abgesetzt. Durch den Einsatz von Digitalkameras werden natürlich viel weniger Analogkameras genutzt und dadurch auch weniger Fotofilme verbraucht. Der Absatz an Fotofilmen in Deutschland ging vom Jahr 2000 von knapp 200 Millionen Stück auf 90 Millionen Stück im Jahr 2005 zurück. Der Hersteller Cewecolor, rechnet für 2007 mit einer weiteren Halbierung des Filmmarktes. Das bedeutet, dass bereits 2/3 des Filmrückgangs hinter uns liegt und im Jahre 2008 die Talschwelle erreicht wird. Generell ist der Bildermarkt in der Bildbranche durch Wandel in der Technologie von der analogen zur digitalen Fotografie zweigeteilt. Der Fotomarkt vom analogen Film schrumpft und der Digitalfotomarkt wächst. Für Fotos vom Film gibt es nach wie vor zwei Produktionswege: Großlabore der industriellen Fotoverarbeitung sowie kleine Entwicklungsgeräte im Fotofachhandel, die sogenannten Minilabs. Aufgrund der höheren Produktionsmengen hat das industrielle Fotofinishing einen deutlichen Stückkostenvorteil. Für das Minilab spricht hingegen der Zeitfaktor. Hier dauert es in der Regel oft nur wenige Minuten bis Stunden bis das Foto fertig ist.
Auf dem Digitalfotomarkt stellt sich diese Situation nicht wirklich anders dar. Zur Bildbetrachtung ist es nicht mehr erforderlich, seine Bilder aufs Fotopapier zu bringen. Viele Konsumenten geben sich damit zufrieden, sich ihre auf dem Computer anzuschauen. Von den durchschnittlich 480 Aufnahmen pro Jahr und Kamera werden derzeit lediglich ein Viertel zum Digitalfoto. Hinzu kommen neue, konkurrierende Produktionswege. Besonders beliebt ist das Homeprinting auf dem eigenen Drucker sowie der Sofortdruck mit Thermosublimationsdruckern oder Inkjetdruckern in den Geschäften des Fotofachhandels. Beide Systeme liefern schnelle, aber teure Fotos. Heute kann man Digitalfotos nicht nur in besserer Qualität, sondern auch zu weitaus günstigeren Preisen herstellen als konkurrierende Systeme. Der Einstiegspreis für ein Digitalfoto beträgt bei vielen Herstellern weniger als 10 Cent. Fotos die vom Heimanwender ausgedruckt werden, kosten aber oft zwischen 30 und 60 Cent. Kein Wunder also, dass diese Vorteile auch immer mehr Verbraucher überzeugen ihre Fotos in Großlabors zu entwickeln.