Digitalbilder schützen
Speerspitzen geben Auskunft über Steinzeitmenschen, Hieroglyphen aus dem alten Ägypten können auch nach tausenden Jahren immer noch gelesen werden und der Nachtpott von chinesischen Kaisern steht immer noch im Museum. Sie alle haben eines gemeinsam: sie sind neben Schriften, Bildern und Fotos materielle Kultur und somit wichtige Zeitzeugen.
Doch wie sieht es eigentlich mit Digitalfotos aus? Kann eine JPG-Datei in 20 Jahren noch gelesen werden? Wann geht ein Speichermedium wie die DVD über den Jordan? Wer einmal versucht hat eine Word-Datei von Windows 3.1 mit Windows XP zu öffnen, der weiß wovon ich rede.
Einen interessanten Service um Digitalfotos zu erhalten bietet die Fotolabor “M” GmbH. [via Cyberday] Digitale Dateien werden mittels Laser auf einen Micro-Film belichtet. Diese auf dem Film belichteten Daten können dann jederzeit wieder re-digitalisiert werden.
Der Micrographic Film ist laut Tests bis zu 3000 Jahren haltbar. Selbst unter erschwerten Bedingungen (75 Grad Celsius) wird ihm noch eine Lebensdauer von 500 Jahren attestiert – weit mehr also als jeder CD/DVD.
Das Credo: Digital fotografieren, analog archivieren. Preise ab 4,50 Euro.

hallo. schöner post.
Naja die 4,50 Euro sind ein bisschen Augenwischerei oder?
Ich mein 8MB sind ja wirklich nicht viel, da krieg ich dann 2 JPEGs für 4,50 gesichert was dann in Sachen Preis/Leistung nicht mehr wirklich soo super ist.
Naja, sagen wir mal so: das Angebot richtet sich nicht an Hobby-Fotografen, sondern eher an Einrichtungen die “Kulturschätze” bewahren wollen. Dafür finde ich den Preis okay.
Aber Du hast Recht – für den Durchschnittsfotografen ist das Angebot weniger interessant.
das ist ne interessante Sache. Ich habe mich auch schon des öfteren gefragt, was eigentlich mit den Zeitzeugnissen von heute passiert. Da alles digital abläuft, wird man in 3000 Jahren möglicherweise so gut wie keine Hinweise auf unsere heutige Kultur und unser Denken finden. Hmmm, aber ob das mit Mikrofilm so viel anders sein wird?
Gut, wissen tut man das natürlich nie…sicherer als die DVD oder jedes andere Speichermedium ist es aber auf jeden Fall. Und der Mikrofilm kann halt immer gelesen werden…
Ich denke der Hobbyfotograf ist mit einer Sicherung über externe Festplatten und DVDs schon ganz gut bedient. Im zweifel ist es ihm auch einfach Egal was in 3000 Jahren mit seinen Fotos passiert.
Und billiger zur Archivierung ist es auch wohl sich die Fotos die einem wirklich am Herzen liegen belichten zu lassen (was sowieso viel zu wenig gemacht wird meiner Meinung nach).
Die können zur Not später immer noch gescannt werden und halten auch relativ lange.
Ich halte diese Idee für durchaus Sinnvoll. Wenn ich mich recht entsinne gibt es sogar eine Einrichtung die nichts anderes tut als vergängliches Kulturgut wie Bücher, Bilder etc. auf Microfilm zu bannen. Dieses wird dann in einem Fass Luft und Wasserdicht verschlossen und in einem stillgelegten Bergwerk verwahrt. Dieses Verfahren ist halt schon sinnvoll, da man mbereits mit einer primitiven Lupe etwas auf dem Microfilm erkennen kann, und soetwas “reativ” leicht herzustellen ist. Im Gegensatz zu komplizierten Algorithmen und Codierungsverfahren für Digitaltechnik etc.
Das sehe ich genaus, Furaro. Um das ganze anzuschauen braucht man wirklich nichts mehr als eine simple Lupe..
Hallo,
vielleicht bietest Du lieber keine Trackback-Links an, wenn’s nicht funktioniert. Oder hab ich was nicht beachtet, daß Du’s kommentarlos nicht akzeptierst?
Hallo,
Daß Du den vom größten Foto der Welt nachgetragen hast, hab ich schon bemerkt,
nein, ich meine den hier als Website eingetragenen Beitrag “Mach Dir ein Bild”, der ja zu diesem Thema hier recht gut passen würde.
Zumindest bei mir ist er als bereits gepingt eingetragen, nur hier erscheint er nicht. Ist aber eigentlich auch egal.
Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch…in deinem Beitrag finde ich keinen einzigen Link..auch nicht zu dieser Seite hier…
BTW: Interessante Gedanken in Deinem Beitrag.