Nur ein Kabel – Multistecker
Ich bin digital. Oder zumindest mein Workflow rund um Aufnahme, Bearbeitung und Verbreitung von Fotos. Dafür bin ich dankbar, erlaubt mir die Technik von fast jedem Ort der Welt autark zu arbeiten.
Aber: auch wenn jede Generation einen Schub in Punkto Leistungsfähigkeit und Bedienkomfort mit sich bringt, bleibt eine Begleiterscheinung ungelöst. Die Verkabelung.
Wieso ist kein einziges Kabel für mehrere Geräte verwendbar? Wieso meint jeder Stromfresser, er lasse sich nur von seinem spezifischen Kabel füttern? Und woher nehmen sie die Dreistigkeit nur über ihr eigenes Kabel mit dem Laptop zu kommunizieren? Fast vier Kilo Kabel, Akkuladeschalen, Adapter, Schnittstellenkabel und sonstige Verbinderli schleppe ich mittlerweile mit mir rum. Neben der Gewichtsproblematik macht mich die schiere Raumfresserei regelmäßig wütend.
Früher war das anders. Ich kann mich noch an die 80er und 90er erinnern, in denen es für 10 Mark in jedem besseren Supermarkt ein Multifunktions-Netzteil gab, dessen Spannung sich regulieren ließ und deren Adapter zu fast jedem Gerät passten. Es gibt sie noch, aber sie passen halt nicht mehr auf die Geräte. Ausgemultifunktioniert und ausgepasst.
Klar, die Hersteller wollen an denjenigen, die ihr Kabel verlieren, verdienen. Das könnten sie auch weiterhin. Indem sie beispielsweise den richtigen Adapter für ein Multi-Netzteil liefern. Aber zu dieser Weitsicht und Kundenfreundlichkeit reicht es nicht. Aus meiner Sicht mindert dieser Kabelexzess den Wert eines jeden Gerätes. Und führt immer öfter dazu, dass ich mittlerweile einzelne Geräte einfach nicht mehr mitnehme und nutze.

Ich kann Dir nur zustimmen. Unter meinem Schreibtisch und an den Wänden meines Studios sieht es aus wie in einer Schlangenfarm…
Sehr wahre Worte!!! Ein Trend, der sich zumindest in Asien (ich bin mir gerade nicht sicher, ob Japan oder China) durchgesetzt hat, ist eine staatl. Auflage, die besagt, dass jedes Gerät zumindest auch per USB-Kabel geladen werden können muss. Ungemein praktisch ist dies nicht zuletzt dadurch, dass es äußerst günstige USB-Adapter gibt. Für Preise, die nicht einmal 2-stellig sind, bekommt man Adapter für die Steckdose oder aber den Zigarettenanzünder im Auto. Leider setzt sich dieser Trend hier noch nicht durch, wenngleich schon einige Geräte mit entsprechendem Mini-USB-Anschluss versehen werden, mittels dessen die Geräte auch aufgeladen werden können.
Ja, das ist wohl wahr – denn allein schon die Ladegeräte für die Handys – sind ja nicht mehr so, dass man einfach für einen Hersteller das Gleiche verwenden kann.
Pro neue Generation von Hanydy auch ein neues Ladegerät, dann für den PDA eins, für die Kameras, für die Akku Ladegeräte, von den Verbindungskabeln mal ganz abgesehen.
Auch in meinen Schubläden türmen sich die Geräte und Kabel….
Bei manchen geräten, die man nicht regelmässig braucht ist es schon fast sinnvoll – darauf ein Etikett zu kleben- für welches Gerät dieses Ladegerät gehört….
Denn auf den meisten steht ja nicht einmal mehr ein hersteller – sondern einfach nur noch Made in China……
Schöne Grüße aus Passau
Alex
Tja, solche Multifunktionsgeräte sind wohl nicht mehr praktikabel, vermutlich auch weil es dem Ottonormalverbraucher nicht zugemutet werden kann diese auch richtig zu benutzen. Zu schnell ist da ein Strom falsch eingestellt und schon brennt die bude =) das ist grade für die US-Firmen wohl kaum zu tragen, die werden dann gleich auf einige millionen verklagt.. Zudem sind die Elektrogeräte immer spezieller geworden in ihren Anforderungen und da ist man doch eigentlich auch froh das spezielle Ladegerät zu benutzen und sich sicher zu sein das auch wirklich nichts kaputt geht…. vor allem als Fotograf – schliesslich ist man kein Elektriker :)